Freitag, 17. August 2018 11:42 Uhr

Ulrike Teichmann erneut in der Segelflug-Nationalmannschaft - Hofgeismarer Pilotin errang 3. Platz bei der Deutschen Meisterschaft der Frauen

Hofgeismar (r): Bei der Eröffnungsfeier zur Deutschen Segelflugmeisterschaft der Frauen erfuhren die Teilnehmerinnen, dass die Pfalz als „Toskana Deutschlands“ bekannt ist. Diesem Namen machte sie wahrlich die Ehre: Heiße Sommertemperaturen bei bestem Segelflugwetter zeichneten diesen Wettbewerb in Lachen-Speyerdorf bei Neustadt/Weinstaße aus.

35 Teilnehmerinnen starteten vom 24.07.-03.08. in drei verschiedenen Flugzeugklassen, um den Titel der Deutschen Meisterin der jeweiligen Klasse zu erringen. Ergänzt wurden die Pilotinnen um 30 männliche Teilnehmer, die sich auf diesem Wege für die Deutsche Meisterschaft im nächsten Jahr qualifizieren konnten.

Für den Luftsportverein Hofgeismar e.V. startete Ulrike Teichmann in der Standardklasse. Sie flog im Team mit Cornelia Schaich vom Segelfliegerclub Stuttgart e.V. Zur Vorbereitung hatten die beiden Pilotinnen, die mit baugleichen Segelflugzeugen vom Typ LS8 an den Start gingen und sich während des Fluges über Funk abstimmen, im Frühjahr an einem Trainingslager im benachbarten Landau teilgenommen.

An zehn von elf möglichen Flugtagen konnte in Lachen-Speyerdorf geflogen werden – ein absoluter Rekord. Die Segelflugbedingungen, die thermischen Aufwinde aufgrund der Sonnenenergie, waren sehr gut.

Sportleiter Frank Schwerdtfeger stellte die Flugaufgaben nach der tagesaktuellen meteorologischen Prognose sehr oft in Richtung Osten: Der Odenwald, das Kraichgau und die Schwäbische Alb waren Fluggebiete, in denen täglich geografische Punkte festgelegt wurden, die die Teilnehmerinnen in der Luft umrunden mussten. Durch die GPS-Navigation und –Dokumentation ist eine sehr genaue Analyse der Flüge möglich, so dass am Ende des Tages schnell feststeht, wer die vorgegebene Strecke mit Start und Ziel in Lachen-Speyerdorf am schnellsten bewältigt hat. Taktische Entscheidungen, wie die vorausschauende Beobachtung des Wetters und optimale Nutzung der thermischen Aufwinde, sind hier maßgeblich entscheidend.

Beeindruckend war auch der einzige Flug, der die Teilnehmer in die westliche Richtung über den Pfälzer Wald ins Saarland führte: Das größte zusammenhängende Waldgebiet Deutschlands grenzt unmittelbar an die amerikanische Militärbasis Ramstein bei Kaiserslautern. In Ramstein gestartete Transportflugzeuge konnten immer wieder in der Luft beobachtet werden.

Ulrike Teichmann und Conny Schaich konnten sich an mehreren Tagen in der Spitzengruppe behaupten. Der größte Erfolg war ein gemeinsamer Sieg am 3. Flugtag, als die Flugstrecke mit Start und Ziel in Lachen-Speyerdorf nach Schwäbisch-Hall und Würzburg führte. Die beiden Pilotinnen flogen ihre Strecke mit einer Geschwindigkeit von 114 km/h und waren damit 8 km/h schneller als die Drittplazierte. Leider schafften sie den Sprung an die Gesamtspitze dennoch nicht, da bereits am 2. Tag eine vorzeitige Landung zu einem großen Punkterückstand führte. Gesamtsiegerin in der Standardklasse wurde Serena Triebel, gefolgt von Conny Schaich und Ulrike Teichmann auf dem 2. und 3. Platz. „Wir haben in den vergangenen Monaten an unserem Teamflug, speziell an den Absprachen während des Fluges, gearbeitet. Mit dem Ergebnis sind wir sehr zufrieden, so dass der Wettbewerb für uns absolut positiv verlaufen ist. Die Flugerlebnisse waren beeindruckend. Die Flugaufgaben wurden gut gewählt, und alle Piloten und Pilotinnen sind sehr diszipliniert und gut geflogen. "Wir hätten alle nicht gedacht, dass wir bei dieser Hitze so viele Tage fliegen können. Letztendlich waren die Temperaturen oben in der Luft aber erträglicher als am Boden.“

Serena Triebel, Conny Schaich und Ulrike Teichmann stellen die neue Nationalmannschaft der Frauen in der Standardklasse.

Foto: Ulrike Teichmann

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