Donnerstag, 06. Dezember 2018 10:53 Uhr

Diemeltaler Höhenzüge verbinden Hessen und Westfalen

Bürgermeister Michael Stickeln (Warburg), Bürgermeister Rainer Rauch (Borgentreich), Bürgermeister Elmar Schröder (Diemelstadt) und Bürgermeister Harald Munser (Liebenau) sowie die Touristiker der Städte Warburg, Beverungen und Borgentreich, der Eggegebirgsverein und Regionalmanagerin Stefanie Koch von der benachbarten LEADER-Region Diemelsee-Nordwaldeck. Vorne: Förderdezernent Niels Hartmann überreicht Christiane Sasse, Regionalmanagerin des Kreises Höxter, den Bescheid. Foto: Privat

Kreis Höxter/Nordhessen/Liebenau (red). Lang ersehnt, ist er endlich da, der Bewilligungsbescheid für die Diemeltaler Höhenzüge. Wie der Name verdeutlicht, verläuft der zukünftige Rundwanderweg beidseitig der Höhenzüge des Diemeltals und verbindet dort die nordhessischen Landkreise Kassel und Waldeck-Frankenberg mit dem nordrhein-westfälischen Kreis Höxter. Die nordrhein-westfälische Zuwendung durch das europäische Förderprogramm LEADER in Höhe von 20 121 Euro hatte der Dezernent der Bezirksregierung Detmold, Niels Hartmann, Ende November in seinem Wanderrucksack. Gerne überreicht er diesen an die Regionalmanagerin Christiane Sasse von der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Kulturland Kreis Höxter. Die Projektidee für die Diemeltaler Höhenzüge wurde im Jahr 2016 in der LAG Kulturland Kreis Höxter entwickelt und seitdem Schritt für Schritt vorangetrieben. Eine besondere Herausforderung stellte die „grenzüberschreitende“ Umsetzung des Projektes dar, hier galt es neben den unterschiedlichen Verwaltungsvorgaben auch die mehr als zehn Projektpartner unter einen Hut zu bekommen. Mit der Übergabe des Bewilligungsbescheides für das nordrhein-westfälische Teilstück dieses Wanderweges konnte ein erster Meilenstein erreicht werden, auch in den hessischen LEADER-Regionen Diemelsee-Nordwaldeck und Kulturlandschaft HessenSpitze soll der Förderbescheid in Kürze übergeben werden. Die Förderung des Diemeltals und die Aufwertung regionaler und lokaler Besonderheiten - mit diesen gemeinsamen Schwerpunkten wurden die ehrenamtlichen Gremien der drei LEADER-Regionen aus Hessen und Nordrhein-Westfalen von der Umsetzung dieses Kooperationsprojektes überzeugt. Bemerkenswert sind besonders die naturräumlichen Besonderheiten der Region. Wie Perlen auf einer Kette reihen sich zwischen dem Quast bei Diemelstadt-Wethen und dem Weser-Skywalk bei Beverungen mehr als 20 kleinräumige Kalkmagerrasen und Wacholderheiden aneinander. Die beeindruckende Kulturlandschaft wurde über Jahrhunderte durch die Schaf- und Ziegenhaltung geschaffen; markante Wacholder auf mageren Muschelkalkböden prägen seitdem die Hänge des Diemeltals. Die Flächen sind somit nicht nur die letzte große Kalkmagerrasenlandschaft im Nordwesten Deutschlands, sie sind auch eine regelrechte Schatzkiste der Artenvielfalt. Eine wichtige Zielsetzung bei der Umsetzung des 152km langen Rundwanderweges war, dass keine neuen Wege durch die Planung des Wanderweg geschaffen werden müssen. Dieses Ziel wurde auch Dank des engagierten Einsatzes von Jan Kolditz aus Trendelburg erreicht. Jan Kolditz studiert Geoinformationstechnologie an der TU Dresden und kümmerte sich bereits im Vorfeld um die Planung der Wegweiser und Details der Streckenlegung. Auf dieser Grundlage wird die Wegeführung der „Diemeltaler Höhenzüge“ durch das Gebiet der nordrhein-westfälischen Städte Beverungen, Borgentreich und Warburg verlaufen, auf der hessischen Seite werden interessierte Wanderer durch die Kommunen Bad Karlshafen, Diemelstadt, Hofgeismar, Liebenau und Trendelburg geleitet. Alle acht Kommunen beteiligen sich auch finanziell an der Umsetzung dieses Kooperationsprojektes. Im kommenden Jahr wird entlang der Strecke ein einheitliches Wegeleitsystem mit zahlreichen Zielwegweisern und Wegzeichen entstehen, geplant sind auch gemeinsame Marketingaktivitäten. So wird beispielsweise ein einheitliches Design für die Beschilderung entworfen, des Weiteren wird es in jeder Kommune eine Übersichtstafel mit einer Panoramakarte geben. Ein weiterer Baustein des Projektes ist eine ökonomische Potentialanalyse, welche den öffentlichen und privaten Akteuren vor Ort Möglichkeiten zur mittelfristigen Verbesserung der touristischen Infrastruktur aufzeigen soll. Interessierte Privatpersonen können sich diesbezüglich auch an das Regionalmanagement der jeweiligen LEADER-Regionen wenden, um ihre Projektideen vorzustellen. Die Förderung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit ist auch eine wichtige Zielsetzung des LEADER-Ansatzes der Europäischen Union, welche für die Umsetzung des Kooperationsprojektes in beiden Bundesländern eine LEADER-Förderung in Höhe von ca. 67 000 Euro vorgesehen hat, die Gesamtprojektkosten liegen bei ca. 105 000 Euro. Weitere Infos unter Projekte: www.leader-in-hx.eu

 

Sag's deinen Freunden:
Top 5 Nachrichten der Woche
zum Anfang

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzhinweis.

Ich akzeptiere Cookies von der Seite hofgeismar-news.de