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Donnerstag, 17. August 2017 10:29 Uhr

Mitgliederversammlung des Aktionsbündnisses Salzfreies Märchenland

Die diesjährige Mitgliederversammlung des Vereins Aktionsbündnis Salzfreies Märchenland fand im Gasthaus „Zum Stern“ in Hümme statt. Symbolfoto: Pixabay

Hümme (red). Die Bürgerinitiative Aktionsbündnis Salzfreies Märchenland wendet sich gegen die Absichten des Kasseler Düngemittelherstellers Kali und Salz, eine Pipeline durch den Landkreis Kassel zu bauen, um bei Gieselwerder Salzabwässer aus der Kaliproduktion in Osthessen in die Weser zu entsorgen. Besonders erzürnt die Mitglieder des Aktionsbündnisses der geplante Bau eines großen Salzabwasserspeicherbeckens im nördlichen Teil des Landkreises. Die diesjährige Mitgliederversammlung des Vereins Aktionsbündnis Salzfreies Märchenland fand im Gasthaus „Zum Stern“ in Hümme statt.

Auf der Tagesordnung stand der Sachstandsbericht zu den laufenden Aktionen des Bündnisses. Eingeladen waren nicht nur die Mitglieder des Vereins, sondern auch betroffene und interessierte Bürgerinnen und Bürger aus Nordhessen und Südniedersachsen. So bildete sich dann auch eine muntere Diskussion, nachdem Vereinsvorsitzender Wolfgang Wiest die laufenden Aktivitäten erläutert hatte. Besonders fragwürdig fanden die Teilnehmer das von K+S eingerichtete Informationsbüro in Hofgeismar. Gerne hätte man anlässlich der Eröffnung des Büros gegen die Pipeline demonstriert, aber K+S hatte den Eröffnungstermin sehr kurzfristig auf die Woche vor den Sommerferienbeginn gelegt. Somit war es den Vereinsmitgliedern nicht möglich, hier aktiv zu werden. Das soll aber nachgeholt werden.

„Dass das im Frühjahr 2016 gestoppte Raumordnungsverfahren für die Oberweserpipeline jetzt von K+S wieder in Gang gesetzt wurde, verwundert allerdings niemanden“, heißt es in der Pressemitteilung des Aktionsbündnisses. Das Aktionsbündnis geht nach wie vor davon aus, dass K+S die Pipeline und das Speicherbecken tatsächlich bauen will und wird zu den jetzt offen gelegten Plänen natürlich fundiert Stellung beziehen. Die Verfahrensunterlagen liegen bis zum 31. August in den Rathäusern und beim RP Kassel offen. Man wird darüber hinaus die Parlamente und die Ortsbeiräte entsprechend beraten. Auch Mitglieder und Einzelpersonen können Beratungen erhalten, wenn sie eigene Stellungnahmen abgeben wollen. Dies ist bis zum 15. September möglich. Der Verein Aktionsbündnis Salzfreies Märchenland hat inzwischen 162 Mitglieder und präsentiert sich mit einer eigenen Homepage im Internet, und zwar unter www.aktionsbuendnis-salzfreies-maerchenland.de.

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